Natürliche Dämmstoffe – nachhaltig und klimaschonend

Natürliche Dämmstoffe – nachhaltig und klimaschonend

Wenn Ihr Gebäude mit einer Fassadendämmung versehen ist, gilt es bei der Anbringung einer Terrassenüberdachung an der Hauswand einiges zu beachten. Wichtig: Sie können an einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) keine größeren Anbauten wie eine Terrassenüberdachung anbringen, denn es besteht die Gefahr, dass die Wärmedämmung durch die hohe Last beschädigt wird.

Am leichtesten ist es mit speziellen Montagesystemen die Wärmedämmung zu überbrücken. Bei Herstellern von Terrassenüberdachungen wie Luxbach finden Sie Beratung zu der passenden Lösung. Für einen ersten Überblick zeigen wir Ihnen nachfolgend, was Sie außerdem beachten sollten, um eine feste Verankerung der Terrassenüberdachung trotz Wärmeverbundsystem zu gewährleisten, erfahren Sie nachfolgend.

Welche natürlichen Materialien eignen sich zum Dämmen?

Die Basis einer natürlichen Dämmung sind nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Kork, Hanf, Kokos, Schafwollen und viele weitere. Für die Verarbeitung zu Dämmmaterial werden diese getrocknet und je nach Material versponnen, zerspant und zu Platten, Matten oder Ähnlichem verarbeitet. Damit alles gut zusammenhält, werden in der Regel verschiedene, natürliche Bindemittel wie Harze oder Wachse eingesetzt. Zum Schutz vor Schädlingen und Schimmel können dann noch verschiedene Chemikalien zugesetzt werden. Hier besteht leider auch der Schwachpunkt von einigen Produkten, die als natürlich verkauft werden. Die Deutsche Umwelthilfe erklärt, dass Produkte, die als natürlicher Dämmstoff verkauft werden, nur zu 25 Prozent aus Zusatzstoffen bestehen darf. Achten Sie deshalb immer auf die Zusammensetzung des Produktes.

Außerdem gibt es aber auch natürliche mineralische Dämmstoffe wie verschiedene Ton- oder Gesteinsgranulate, die erhitzt und damit aufgebläht und mit Bindemitteln und Armierungsfasern zu Platten gepresst werden oder zu Bestandteile von anderen Baustoffen werden. Dazu zählen zum Beispiel Blähperlit und Blähton. 

Diese ökologischen Dämmungen sind am verbreitetsten:

  • Holz: Nebenprodukt der Industrie, vielfältig zu verarbeiten und klimaneutral, wenn es sich um heimische Holzarten handelt
  • Hanf: leicht zu verarbeiten, schädlingsresistent, gute Feuchtigkeitsaufnahme und heimischer Rohstoff
  • Schilfrohr: besonders ökologisch, stabil, aber begrenzter Einsatzbereich
  • Flachs: widerstandsfähig gegen Schädlinge, kann Feuchtigkeit gut aufnehmen und ist formstabil.
  • Wolle: bindet Schmutz und Schadstoffe, wird allerdings häufig mit Rohöl versteift
  • Stroh: guter Schall- und Wärmeschutz, nicht für jede tragende Wand zugelassen, nicht schädlingsresistent
  • Tongranulat: schädlingsresistent, diffusionsoffen, aber häufig schadstoffbelastet

Lassen Sie sich von Experten beraten, welcher Dämmstoff am besten in Ihr Gebäude passt und worauf Sie bei der Anbringung achten müssen.

Die Vor- und Nachteile von natürlichen Dämmstoffen im Überblick

Der Grundgedanke von ökologischem Dämmmaterial ist zunächst der, dass Materialien wie Holz oder Pflanzenfasern nachwachsende Rohstoffen sind und zudem den natürlichen CO2-Kreislauf verlängern. Pflanzen speichern regelmäßig aus der Luft aufgenommenes CO2. Verrottet eine Pflanze, wird dieses CO2 wieder freigesetzt. Verarbeitet man aber stattdessen Holz oder Fasern zu Dämmstoffen, bleibt das aufgenommene CO2 gespeichert und wird nicht wieder abgegeben. 

Eine natürliche Dämmung bietet aber noch weitere Vorteile:

  • hoher Schallschutz
  • hohe Wärmedämmung
  • sehr guter Wärmeschutz im Sommer
  • angenehmes Raumklima

Nachteile von Öko-Dämmstoff

Neben den Vorteilen gibt es aber wie fast bei jeder Anschaffung auch Nachteile. Besonders schwerwiegend sind wohl die hohen Anschaffungskosten der Produkte. Außerdem müssen geschulte Handwerker her, die sich mit der Anbringung dieser Naturmaterialien auskennen. 

Wenn Sie allerdings bereit sind, mehr für Ihre neue Dämmung auszugeben, sind Materialien wie Holz, Kork und Co. auf jeden Fall zu bevorzugen – vor allem weil es sich um nachwachsende und klimafreundliche Materialien handelt.